Die Saison steht für die erste Mannschaft des SK Weidhausen seit der Verletzung des Spielleiters offenbar unter einem schlechten Stern. Auch gegen den SV Seubelsdorf gab es nichts zu erben und nun steht man mit nur 4 Zählern auf Rang 8. An den letzten Spieltagen stehen noch einige Kellerderbys aus, es muss wohl bis zum letzten Match gezittert werden

SKW I – SV Seubelsdorf I 3:5

Wie erwartet traten die Lichtenfelser Gäste gegen den SK zumindest an den ersten vier Bretter in Bestbesetzung an, wo sie im Schnitt 170 DWZ-Punkt höher gerated sind. Dies sollte sich am Ende auch als spielentscheidend erweisen, ein winziges halbes Pünktchen konnte der Gastgeber hier ergattern.

Bereits um 9.10 (!) sah sich Jürgen Dehler nach einem Eröffnungsfehler einem verheerenden Angriff ausgesetzt, der nur unter Aufgabe einer kontrollierten Stellung und eines Bauern abgewehrt werden konnte. Dennoch stand es gefühlt bereits hier 0:1, was für die Moral natürlich nicht zuträglich war. Gert Schillig hatte mit Schwarz einmal mehr große Entwicklungsprobleme, so dass auch die hinteren Bretter, auf denen die Hoffnungen ruhten, schnell mau aussahen. Licht am Ende des Tunnels entzündete dann Norbert Wurst, der mit druckvollem Spiel früh in die gegnerische Stellung eindrang und in ein gewonnenes Endspiel abwickeln konnte, so dass der SK um halb 12 tatsächlich in Führung ging. Postwenden dann aber die Ernüchterung an Brett 1. Jürgen Gegenfurtner (DWZ 2289) erhöhte im Skandinavier mit den weißen Steinen gegen Rüdiger den Druck Zug um Zug, so dass zwangsläufig eine Quali fiel, wonach der Weidhäuser die Segel streichen musste.

Tom Carl hielt gegen Tizian Wagner, den er vor 2 Jahren noch bezwingen konnte, die Stellung lange ausgeglichen, doch auch er war den taktischen Drohungen am Ende nicht mehr ganz gewachsen. Als der entscheidende Bauer abhandenkam, wurde der schwarze Läufer freigesetzt, der den Bauerndurchbruch am Damenflügel entscheidend unterstütze. Es stand 1:2, und Hoffnung war nicht in Sicht.

Gert Schillig erkämpfte sich dann dank ungleicher Läufer ein Remis und auch Volker Herdin konnte sein Match gegen Matthias Bergmann Remisieren. Herdin stand zwar leicht besser, der Computer sah ihn 1,5 im Vorteil, doch nur drei Minuten Restzeit auf der Uhr bei 10 verbleibenden Zügen machen das Händeschütteln absolut verständlich.

Ein kleiner Hoffnungsfunke glomm noch einmal auf, als der oben erwähnte Jürgen Dehler dank Umsetzung aktueller Trainingsstudien sich in Remis schwindelte, doch dann musste sich auch Christoph Sonnenberg dem starken Angriff von Hofmann, der nach langer Rochade seine Schwerfiguren gegen den Weidhäuser König erfolgreich mobilisiert hatte, beugen. Das Remis von Herbert Hempfling, der viel versuchte, um die kompakte Stellung von Mager zu durchdringen, besiegelte schließlich die 3:5 – Niederlage des SK, so dass nun in Kirchenlaibach und Marktleuthen gepunktet werden muss, um dem ersten Abstieg in die Bezirksliga seit über 10 Jahren noch zu entgehen.